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Lastenheft & Pflichtenheft - der Unterschied

Pflichtenheft und Lastenheft - für unser Projekt, eine ganz wichtige Geschichte, um erfolgreich und termingerecht zum Ziel zu kommen.
Bevor wir dir das Pflichtenheft und Lastenheft näher erläutern und die Unterschiede aufzeigen….

Was ist eigentlich ein Projekt?

Bei einem Projekt handelt es sich um ein Vorhaben, das ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf
es gewisser Handlungen. Dabei erfordert die Planung und Durchführung eines Projektes allerlei Knowhow, Engagement,Zeit und Ressourcen.
Dabei werden die Ziele, Vorgaben und Arbeitsschritte genau definiert. In unserem Fall ist es die Erstellung einer neuen Pedigree Datenbank für die Buckfastbiene.

Die Definition eines Projekts dürfte klar sein, doch was ist ein Pflichtenheft, was ein Lastenheft und worin liegen die
Unterschiede?

Für die Durchführung eines Projektes sollten grundsätzlich ein Pflichtenheft und ein Lastenheft angelegt werden.
Versuche, beides zu Bündel werden kläglich scheitern - also das gesamte Projekt. Wieso das so ist, wird durch die
Definition der beiden Begriffe und Unterschiede klar.

Der das Projekt in Auftrag gebende, also der Kunde, hat seine Anforderungen an das Projekt. Diese werden im Bereich des
Projektmanagements auch als "Kundenanforderungen" bezeichnet. Und dies ist die klassische Ebene des Lastenheftes.

Lastenheft und Pflichtenheft - die Definitionen

Die Begriffe Lastenheft und Pflichtenheft werden in der Umgangssprache sozusagen "über einen Kamm geschert". Viele Kunden
wissen nicht, dass es einen Unterschied zwischen dem Pflichtenheft und dem Lastenheft gibt, sondern gehen davon aus, dass es
sich um ein Dokument handelt.

Das Lastenheft kann also kurz mit dem Begriff "Ich-wünsch-mir" aus Sicht des Kunden, umschrieben werden. Der Kund legt in
dem Lastenheft fest, was er von dem Projekt erwartet und definiert seine gesamten Anforderungen. Demnach kann das Lastenheft
auch als "Kundenspezifikation" bezeichnet werden.

Das Pflichtenheft dagegen wird vom Auftragnehmer oder Dienstleister erstellt und ist sozusagen die Antwort auf das Lastenheft.
In dem Pflichtenheft stellt der Dienstleister in konkreter Form dar, wie er das Projekt für den Auftraggeber umsetzen kann.
Dabei wird im Pflichtenheft das Ausschlussprinzip verwendet, das heißt, konkrete Fälle werden entweder eingeschlossen oder
ausgeschlossen, um die Grundlage für das weitere Vorgehen zu bilden.

Das heißt also: Lastenheft und Pflichtenheft sind die beiden Dokumente, die wichtige Bestandteile eines Projektes sind und
als Bestandteil bei einem Vertragsabschluss zugrunde liegen.

Und ganz wichtig: Lastenheft und Pflichtenheft sind zwei vollkommen voneinander getrennte Dokumente! Durch deren Erstellung
im Vorfeld des Projektes können Missverständnisse unter Umständen bereits im Vorfeld aus dem Weg geräumt werden
.

Erst wenn der Auftraggeber dem Pflichtenheft zugestimmt hat, wird in der Regel mit der Umsetzung des Projektes begonnen.
Natürlich stellt sich die Frage, was in ein Lastenheft gehört und was in das Pflichtenheft. Wir möchten im folgenden
Abschnitt die Punkte nennen, die auf jeden Fall Bestandteil der beiden Dokumente sein sollen.

Lastenheft und Pflichtenheft

Im Lastenheft hat der Projektgeber sozusagen freie Hand und kann all seine Erwartungen, Anforderungen und Wünsche an das
Projekt definieren. Aus dieser "Sammlung" entsteht das Gesamtbild des Projektes, und somit der Anforderungskatalog für den
Auftragnehmer.

Aufbau Lastenheft

Aufbau Pflichtenheft

Je detaillierter die einzelnen Punkte ausgeführt sind, umso einfacher lassen sich die Zielkriterien exakt eingrenzen.
Und bevor das Projekt in die Umsetzungsphase geht, eigentlich noch bevor Lastenhefte und Pflichtenhefte erstellt werden,
sollten einige Fragen im Vorfeld geklärt werden. Dazu zählt natürlich auch der finanzielle Rahmen, der innerhalb des
Projektes zur Verfügung stehen wird. Und auch die Ist Zustände von Hard- und Software, Schnittstellen und dergleichen,
sollten auf jeden Fall im Vorfeld geklärt werden.

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